Neue Großaufträge der DB AG stärken Positionierung im globalen Markt
München, 12. Juli 2010
Gleich zwei signifikante Großaufträge der Deutschen Bahn AG konnte sich der Bahninfrastruktur-Allrounder Balfour Beatty Rail bereits im ersten Halbjahr 2010 sichern. Beide haben Referenzcharakter für den Unternehmensauftritt auch auf internationalem Parkett. Dr.Manfred Lerch, seit dem 1. Mai 2010 neuer Vorsitzender der Geschäftsführung von Balfour Beatty Rail Deutschland, kommentiert das Neugeschäft: „Die beiden Aufträge der Deutschen Bahn bestätigen die Leistungsfähigkeit unseres Unternehmens und referenzieren Balfour Beatty Rail Deutschland einmal mehr als gefragten Partner für internationale und multidisziplinäre Bahninfrastrukturprojekte jeder Größenordnung.“
Hochleistungstrasse VDE 8 und 8.1: Elektrifizierung der Aus- und Neubaustrecken Nürnberg-Ebensfeld und Ebensfeld–Erfurt
Im Auftrag der DB AG errichtet Balfour Beatty Rail im Rahmen des VDE 8 eine Hochgeschwindigkeitsfahrleitung für das Kernstück der Hochleistungsstrecke München – Berlin, den rund 33 km langen Streckenabschnitt von Ilmenau nach Erfurt. Die geplante Hochleistungstrasse VDE 8 (Verkehrsprojekt der deutschen Einheit) ist Teil der östlichen Nord-Süd-Achse in Deutschland und als zweigleisige, elektrifizierte Strecke für den Personen- und Güterverkehr mit einer Entwurfsgeschwindigkeit bis 300 km/h auf den Neubaustrecken konzipiert. Im Auftrag inbegriffen: die Ausrüstung der Oberleitungsanlage vom Überholbahnhof Ilmenau-Wolfsberg bis Erfurt-Land. Auf der Strecke werden ca. 90 km als Hochgeschwindigkeitsoberleitung Re 330 errichtet, davon ca. 6,5 km in Tunnelanlagen. Das ambitionierte Projekt startet im August 2010 und soll bis Mai 2016 abgeschlossen sein.
InoSig realisiert 1. Baustufe des ESTW Wuppertal
InoSig, das Joint-Venture von Balfour Beatty Rail und Bombardier Transportation (Signal) Germany, realisiert als Generalunternehmer die erste Baustufe des im Netz-21-Konzept der DB AG vorgesehenen Elektronischen Stellwerks (ESTW) Wuppertal. Der Großauftrag, den InoSig aufgrund seiner erwiesenen Bahninfrastrukturkompetenz und der langjährigen Erfahrung beider Mutterhäuser gewann, hat ein Volumen von rund 32 Millionen Euro und soll bis November 2014 fertig gestellt werden. Das strategisch wichtige ESTW wird die Wirtschaftlichkeit der gesamten Strecke optimieren. Im Projekt inbegriffen: die Erneuerung der Leit- und Sicherungstechnik auf mehreren Hauptstrecken der Deutschen Bahn zwischen Düsseldorf, Solingen und Wuppertal sowie die Anpassung der Spurpläne an das künftige Betriebsprogramm. Das neue ESTW, ausgestattet mit einer leistungsfähigeren und effizienteren Leit- und Sicherungstechnik, ersetzt drei alte wartungsintensive Stellwerke. Dies erhöht die Verfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit des Netzabschnitts. Zudem werden die Strecken auf das europäische interoperable digitale Zugleit- und Zugsicherungssystem ETCS vorbereitet. Die Arbeiten finden größtenteils bei laufendem Betrieb statt.
Neues vom Gotthard-Basistunnel
Beim Südportal des Gotthard-Basistunnels hat der Einbau der Bahntechnik in der Weströhre begonnen. Das ca. 16 km lange Teilstück wird bis 2012 vollständig mit den bahntechnischen Installationen – Fahrbahn, Fahrdraht, Stromversorgung, Telekommunikation- und Sicherungsanlagen – ausgerüstet. Der fahrplanmäßige Betrieb ist ab 2017 geplant. Die Bauherrin AlpTransit Gotthard AG verpflichtete die Transtec Gotthard AG als Generalunternehmer für den Einbau der Bahntechnik in den Gotthard-Basistunnel. In dieser Arbeitsgemeinschaft bündeln die Unternehmen Alpiq In Tec AG, Alcatel-Lucent/Thales RSS, Alpine Bau und Balfour Beatty Rail ihre Kräfte für das Großprojekt.
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